Mittwoch, 30. August 2006

9 h am Stück

war ich heute im Studio, auf dem Containerschiff am Ostkreuz, genauer in der Rummelsdorfer Bucht, so heißt das nämlich da. Draußen Blesshuhnfamilien im Bremischen Regen, der Wind geht auch noch. Drinnen zunehmend wärmer, ich spielte "boxmaker" ein, die Komposition, welche zusammen mit Bettinas Bildnerischem (oh sie baut an Schachteln, allen Ernstes, sie tut solche Sachen immer, schnitzt sich Umgebungen, Präparationen, zum Ablichten) unsere Verarbeitung von W.Gibsons unglaublichem "Count Zero" [@ Jan, wenn er denn noch mitliest: Du könntest wissen, was ein "count zero" ist - es hat sehr lange gedauert, bis ich das ´rausgebracht habe. Preisfrage. (BxD] abgeben wird; alles selbst eingespielt, da ist nix d´rinnen außer herrlichem Gebläse & Perkusssion. Die Noten kommen aus einer 8tönigen Reihe, & von Zeichnungen meiner beiden Betreuungspatienten. Nächste Woche kommen noch eine Elektronikstimme & Kerstins Sopran hinzu, sie wird Zitate aus dem Text singenflüstern. Es war heftig, großartig, sogar die von Claudia geschenkte Zurla kam zum Einsatz (ich weiß jetzt, wie die geht...! Das ist dieser seltsame Doppelrohrblattansatz, der schon sehr zickig ist, - aber es war wie mit dem "f#4", das auf einmal funktionierte, da bei Jürgen oben, ich stand da hinter´m Mikro & holladieWaldfee. Der Marcel am Mischpult meinte, als wir zusammen grienten, "Echt hardcore, das Teil!"...So isch´es.). Solche Ohren werdet Ihr haben, so hoffe ich.

aus der geschichte...

September 1969
Can werden gebeten, die Musik für das Theaterstück "Prometheus" von heiner Müller zu liefern, das drei Monate lang im Zürcher Schauspielhaus gespielt werden soll. Kurz vor der Premiere läßt der regisseur seine ursprüngliche Idee einer gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Schauspielern und Musikern fallen und bittet Can, diskrete Hintergrundmusik zu spielen. Als Reaktion darauf treten die Musiker voller Wut auf die Bühne, und Malcolm Mooney schreit in sein Mikrophon: "Das Schauspielhaus ist Scheiße!" Anschließend spielen sie so laut, wie sie nur können.
(Pascal Bussy, Andy Hall: Das CAN Buch)
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