Dienstag, 8. August 2006

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Ich hatte gestern ein längeres Gespräch mit Jürgen, am Telefon; der Inhalt war privatim - ich möchte nur sagen, daß es mich sehr besorgt & hilflos wütend gemacht hat, daß er soweit weg ist von mir jetzt, both räumlich & innerlich. Ich habe ihn damals getroffen, im GW1 an der universität, sein Gesicht kannte ich schon aus einem Semester vorher, & das von Susanne, es hatte im GW2 gebrannt, alles mußte umziehen, & so hockten wir dann an Selbstgedrehten im eingemossten Wasch- & Schalenbeton hinter´m Haus & kamen in´s Gespräch. Ich weiß noch nicht einmal den Namen des Seminars noch, ich glaube, es war eines zu Plessner, oder Cassierer eher? Jedenfalls erzählte er, daß bei ihm sich regelmäßig Leute träfen zum Musizieren, Susanne, obschon nicht mehr dabei, sagte, ich solle da ´mal auftauchen, etc, -so ging das los. Es war allein bei ihm, nicht in der Tanzkonfrontation im Kontorhaus Schildstraße, daß ich langsam anfing, meine Vorstellung & Begriffe von Musik zu entwickeln, eigentlich ist das bei Jürgen angestossen worden, viele Platten waren da, & Musikinstrumente, oft waren wir einfach zu 2t nur, & es war reich, es gab Zeiten, da brachte ich Semmeln mit, Mittwochs früh, weil´s anders nicht ging, & ich wurde immer gut zum letzten Bus gebracht, alle, die da draußen ´rumgurgelten. Ich erinnere mich an Jürgens regelmässigen Kampf mit der Verkabelung, die mir immer noch recht exotisch vorkommt, aber funktionabel, & das Knarren der Bodenbretter auf dem Weg zum Klo. Irgendwie war dieses Universum, ist es, wenn ich in HB bin, konstant, verläßlich, kann ich hingehen, & saubere, herausfordernde Musik machen, ich habe so das Gefühl, da graduiert worden zu sein, auch wenn ich jetzt mittlerweile von irgendeinem Draußen ´reinschneie alle halbe Jahre ´mal, mindestens, das sicher, initiiert in eine Totalität, gegen die alles andere ein Scheißdreck ist, & Jürgen hat das begleitet & angeschoben, durchaus nicht ohne Konflikte, heftige selten aber schon, er ist mir verwandt in einem extrem wichtigen Sinne, & jetzt fühle ich mich überrumpelt, die Verbindung sehr geschwächt, am liebsten wäre ich jetzt da draußen bei ihm, & dann doch wieder nicht, weil es mir Angst macht.
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