fuck, wenn s nicht so bitter wär...

Was für eine sch... Woche - obwohl: hatte den vorletzten Block meiner Coaching Ausbildung: hammerhart, wie immer - konnte abends nur noch ins Bett kriechen - aber sehr gut!
Daneben die Info von meinen Kolleginnen, dass eines der Mädels am Mittwoch 4 Std. (!!!) lang gekrampft habe, und auf Anweisung des Hausarztes (!!!) 4 Diazepam innerhalb dieser Zeit bekommen habe (40 mg!!!) - die nix gebracht haben, dann endlich in die Klinik... (was auch nix gebracht hat) :-(

Scheiße... das sind Momente, da will ich auch ne BFG! - und sag jetzt nich, ich sei n Mädchen!

Sie ist dann gestern von der Intensivstation in die Innere verlegt worden, da sie nach Rivotril nicht mehr gekrampft habe...
ich hab sie da heute besucht, um mir selbst n Bild zu machen: was mir bisher leider nicht möglich war...
als ich ankam und fragen wollte, in welchem Zimmer das Mädel ist, bekam ich die Auskunft "wir machen gerade Übergabe!"

Ich fragte trotzdem, wo das Mädel sei, daraufhin sagte man mir, "ah! gut, dass Sie da sind, ich komm gleich mal."
Ich ging also zu dem jungen Mädel und wartete darauf, dass eine kompetente Krankenschwester mir in kürze über ihren aktuellen Gesundheitszustand berichten könne.
Als die Schwester kam sagte sie: ach das Mädel war ja schonmal bei uns, damals hatte sie so einen hübschen Stern dabei, ob ich den nochmal mitbringen könne - sie würde den so gerne über das Bett hängen, weil: SIE GUCKT IMMER SO INTERESSIERT AN DIE DECKE!
Dazu muss man wissen: sie guckte tatsächlich an die Decke, aber nur weil sie permanent gekrampft hat!!!!
Ich war erstmal sprachlos und fragte die Schwester, ob sie mir über Mediänderungen und sonstige Details Auskunft geben könne, z.B. wie lange H. schon wieder in Serie krampfe???
Sie wußte gar nix über H.!!!
Nix!
Nicht mal seit wann sie auf "ihrer" Station ist, geschweige denn über Nahrung, Medikation, Bedarfsmedikation, Zustand ihrer Lunge (sie war erst letzte Woche wegen einer Lungenentzündung dort!!!) oder sonst irgendetwas!
Immerhin rief sie den diensthabenden Arzt, der mir versicherte, er habe zwar die Verantwortung über 200 Betten, wisse aber über alles im Detail bescheid!

Mann, weißt Du, es ist doch keine Schande bei 200 Betten nicht exakt über alles bescheid zu wissen, aber wenn dann eine Person da ist, die die Patientin seit Jahren kennt, dann kann ich sie doch auch Fragen und nicht so tun als ob ich alles wüsste und so! Das ist absolut kontraproduktiv!!!
Ich bin erstmal ruhig geblieben und hab ihn gebeten nochmal zu klären, was man gegen die Krampferei tun könne: (ich war ca.45 Min dort und sie hatte 8 x gekrampft (wohingegen sie sonst 4- 5 mal im Jahr (!) krampft...)
Schließlich räumte er ein, dass er nicht gewußt habe, dass sie normalerweise nicht soooo oft krampft und ließ sie wieder in die Intensivstation überweisen, damit sie dort besser überwacht werden könne.
Ich begleitete also noch den Übergang in die Intensivstation, wo man mir versicherte, man könne sie hier zwar per Monitor überwachen, aber die Personalsituation sei ähnlich schlecht wie in der Inneren.
Sehr beruhigend!!!

Gut war, dass ich das Mädel selbst gesehen habe: die Berichte der Kolleginnen waren schon sehr erschreckend, aber mein Eindruck ist: es geht ihr beschissen, sie hat ne richtig üble Phase, aber sie packt das.
Ich hoffe es sehr.
Morgen fahre ich wieder hin - ich hoffe dass sie den Eindruck dann immernoch auf mich macht.

Was die Klinik angeht: ich will gar nicht einzelnen ans Bein Pinkeln: ich weiß sehr wohl um die personelle Situation und Schwierigkeiten in Kliniken, aber es gibt Dinge, die ich einfach nicht ertrage: nämlich wenn man mir versichert, über "unsere" Kids bescheid zu wissen (was ich selber in "meiner" neuen Gruppe nur bedingt tue - zugegebenermaßen!!!) und alles im Griff zu haben: und tatsächlich: keine Ahnung von Tuten und Blasen!!!
Nicht mal Krampfanfälle erkennen können!!!! Meine Güte: es gibt welche, die schwer zu erkennen sind, aber die von H. sind eindeutig!!!
nix mit "sie guckt so interessiert an die Decke"
Fuck!
wenn Man da niCh zyniSch wird...
Makkusik - 21. Oktober, 21:20

Da ist wohl gar nix richtig gelaufen, wie´s aussieht - hör´mal, ich weiß nicht, ob Du das tun kannst, aber einen Arzt, der jemandem 40 mg "diazepam" innerhalb von 4 h rektal verabreichen läßt, ohne daß er damit irgendwie Schwierigkeiten hat, tät´ ich sofort wechseln, das ist gefährliche Behandlung, & eine solche Klinik. Diese Scheiß-Ausrede von wegen "Personalsituation", völliger Schmarrn, wenn dieses an-die-Decke-Sehen als willkürliche Handlung gedeutet wird; zudem ist so ein andauernd undulierender Krampfzustand intensivpflichtig, nix mit bloßer "Überwachung", schließlich gibt Krampflösendes auch iv. So´was ist gefährliche Pflege & gehört angezeigt. Kannst Du nicht mit Angehörigen sprechen, daß die Krawall machen? Da reagieren Heimleitungen/Ärzte meist schneller, weil´s da um Penunze geht. Selbst wenn ein Krampf schwieriger zu erkennen ist - wenn´s auch nur den Verdacht gibt, daß es einer sein könnte, & dieser Zustand auch noch länger anhält, muß sofort intesivmedizinisch ´was eingeleitet werden, kann ja auch von ärztlicher Seite erwartet werden, daß die das unterscheiden können. Wenn das gut dokumentiert ist, kann niemand im Ernste noch diesen Arzt noch diese Klinik in Anspruch nehmen, da wären Krautwickel ja effektiver. Ein Schmarrn sondergleichen. -Schreib´, wie die morgen aussieht, das Mädchen!

dieBremer - 22. Oktober, 09:07

aber hallo!!!

glaube mir, ich werde Krawall machen!
In solchen Situationen mutiere ich ja erschreckend schnell zum "Muttertier" :-)
Habe in den letzte Jahren reichlich Zeit und Gelegenheiten en masse gehabt, das Krawall Machen zu üben: gerade H. war schon einmal so schlecht versorgt worden (katastrophaler Pflegezustand), dass ich damals ernsthaft Angst um ihr Leben hatte.
Damals habe ich über unsere Wohnstättenleitung (da H. leider keine Angehörigen hat - bzw. kaum Kontakt zu ihnen) Krawall gemacht, der bis an die Klinikleitung ging und der dazu geführt hat, dass in der Inneren eine einzige Station künftig für "unsere" Bewohnerinnen zuständig sein sollte und das das Personal entsptrechend geschult werden solle.
Ich muss sagen, das hat auch gut funktioniert. H. war danach schon einige male wieder in der Klinik und ist danach bis heute immer anständig versorgt worden.
Da ist wohl mal wieder ein Gespräch mit der Klinikleitung fällig!!!
Ich werde dem med. Koordinator darüber berichten - der erkundigt sich auch immer danach, ob es MIßstände in der Klinik gibt und fährt regelmäßig selber hin, so dass ich zuversichtlich bin, dass er das an die nächsthöhere Stelle weiterleiten wird.
Mann, Mann, Mann!! - warum müssen denn erstmal immer unsere Kid s darunter leiden, dass da völlig inkompetente Hanseln am Werk sind?

Was den Hausarzt angeht stehe ich vor einem totalen Rätsel: ich hab den Mann immer für nicht nur umgänglich sondern auch für kompetent gehalten: (ist nicht der, über den ich sonst immer schimpfe!!) - er hat selber eine schwerstbehinderte Tochter und sollte sich doch mit Krampferei aus dem ff auskennen! Auch wenn er da nicht hätte sollte er das, na klar
4 Std! 40 mg!

...dazu fällt Mir wirkliCh nichtS mehr ein....
dieBremer - 22. Oktober, 15:53

das, was Du da beschrieben hast

Das, was Du da beschrieben hast, scheint mir genau das Muster zu sein, nach dem diese schlimme Sache mit dem kleinen Jungen aus Gröpelingen abgelaufen ist. Das Denken hört an der Zimmertür auf. Jeder tut überzeugt so, als hätte er die Sache im Griff, aber das Gegenteil ist der Fall. Mehr Aufmerksamkeit! Und weniger Professionalitätsgehabe und -getue! (mehr demut!)

dieBremer - 22. Oktober, 21:37

ich habe keine Ahnung in welche Richtung sich ihr Gesundheitszustand entwickeln wird.
Als ich bei ihr war, war es sehr kritisch, tel Auskunft von heute abend: sie ist etwas stabiler...
weiß nicht...
hoffe, sie erhohlt sich!
FUCK!
dieBremer - 23. Oktober, 18:39

aus dem gröbsten raus

hoffe ich zumindest sehr!!!
Bin auch ganz zuversichtlich, nachdem ich heute nochmal bei ihr war.
Kein Vergleich zu gestern, die Atmung war deutlich besser, Puls runter, AF auch...
krampfen tut sie immernoch und die Deppen warten auf den Medispiegel (der längst überfällig ist) bevor sie etwas an der Medikation ändern - was ja an sich richtig ist, aber dass es fast ne Woche dauert, bis der Medispiegel bestimmt ist??.....
weiß nicht!

manChmal fühlt man Sich versehentlich uM jahre gealtert...
vielleicht bin ich zu alt für diesen job ? ;-) ?

dieBremer - 25. Oktober, 16:28

hab mich wohl zu früh gefreut...

sie kriegen die scheiß Krampferei einfach nicht in den Griff.
Ein "lustiges" (ich werd wirklich zynisch!) Phänomen dabei ist das folgende: immer wenn wir in der Klinik anrufen, um zu hören, wie s ihr geht heißt es: "sie krampft nicht mehr - schon seit heute nacht nicht.....", aber wann immer ich oder eine Kollegin sie besucht - quasi sobald wir den Raum betreteten - beginnt sie im 5 Minuten - Takt zu krampfen (kein Spaß - wirklich wahr: alle 5 Min.) - hört aber gleich wieder auf sobald wir weg sind.
Wenn man Pfleger darauf anspricht erntet man Achselzucken. Habe den Arzt heute nochmal um eine "Audienz" gebeten: er ließ mich ne Std. warten, als H. dann im 2 min. Rhythmus krampfte bin ich zu ihm hin und durfte mir dann eine von med. Fachbegriffen gespickte Predigt anhören, die damit endete, dass er meinte, es sei schwer zu akzeptieren, aber er habe schon alles nötige veranlaßt.
Ich bat ihn, mir das ganze nochmal in einem für nicht - mediziner verständlichen Deutsch zu erklären, was er auch geduldig tat, dann widmete er sich wieder seinen Akten.

Habe unsren med. Koordinator beauftragt sich mit der Pflegedienstleitung des Krankenhauses in Verbindung zu setzen, um unsere Erfahrungen weiterzugeben.
Das hat er auch getan.
Morgen erfahr ich mehr.

ich hab keinen bock Mehr auf diesen krankenhaussCheisS

Makkusik - 26. Oktober, 01:17

kannsD Dich verlassen auf diesen Koordinator? Ich mein´, der muß da echt auf den Putz hauen...vielleicht ist auch angezeigt, daß sie zum Einen in der Pflegedokumentation d´rinstehen hat, daß sie nicht mehr in dieses Krankenhaus kommt ggf, & die Leitung der Einrichtung da Druck macht in diesem Haus?! Von ihrem ZNS bleibt nicht mehr viel, wenn diese Krämpfe so weitergehen, & das Pflegepersonal dort scheint nun wirklich auch das ganz Letzte zu sein, &/oder mindestens nicht zu wissen, was vorgeht. Was sagt denn der herr Doktor, was denn das Nötige sei, das er veranlaßt habe?
dieBremer - 26. Oktober, 19:36

auf den Koordinator schon: der ist da ganz engagiert, wenn ich ihm sage, dass da was nicht stimmt. Das Problem ist: die Idioten in Kliniken reagieren ja nur auf hierarchisch "höhergestellte" Personen: da gehört er "leider" (in diesem Fall) nicht zu: er hat keine Leitungsfunktion. Von unserem Pflegedienstleiter hab ich keine gute Meinung aber immerhin hat er dort wie gesagt schonmal etwas erreicht.
Ich bleibe da dran und versuch auch nochmal über Haus- und Bereichsleitung Dampf zu machen (letzterer ist leider wiederum eine "höhergestellte" Pfeiffe!!!)

Was der Arzt sagt, was "das nötige" sei???: Rivotril erhöhen!
Weißt Du, sie wird vollgepumpt mit der (doppelt so hohen Dosis wie bisher) Topamax (by the way: sollte man das nicht "einschleichen"?), noch 2 andere Medi s und Rivotril: das einzige was den Idioten einfällt ist standig das Rivotril zu erhöhen, wenn dann irgentwelche depperten Krankenschwestern melden "sie krampft nicht mehr" wird reduziert, dann kommen wir, dann wird es wieder erhöht.... warum kann man nicht mal überlegen (bzw. hätte man gleich zu Anfang machen müssen!) dass man etwas anderes gibt, wenn man merkt, dass das nix bringt???
Aber die merken das ja nichtmal!
... rat- und sprachlosigkeit macht sich breit!
Ich weiß auch nicht, ob man versuchen sollte, sie in eine andere Klinik zu bringen, oder ob sie da vom Regen in die Traufe gerät... ???
bin mit meinem chineSisCh aM ende

dieBremer - 27. Oktober, 18:32

es nimmt kein Ende

habe heute schon aus lauter Not mit ihrem Hausarzt telefoniert und ihn gebeten, ob er nicht mal Kontakt mit der Klinik aufnehmen könne, seine Antwort: er würde da auch nicht mehr erreichen können als wir und er vertraue auf unser Engagement.
Danke für das Vertrauen!
Dann hab ich ihren Neurologen angerufen (der auch in dieser Klinik arbeitet - grad aber nicht für sie zuständig ist): der war sehr!!! kooperativ, wirklich. Der erste Arzt, der mir aufmerksam zuhörte, den Verlauf erklärte (in verständlichen Worten) und der mir schließlich zusagte, er würde nochmal nach H. gucken, nachdem ich ihm sehr sachlich beschrieben hatte, dass es eine Kluft zwischen den Aussagen der Klinik und unseren Beobachtungen gibt.
Es gibt anscheinend doch noch Menschen in diesem Betrieb!
Als ich bei ihr war, waren die Schwestern und Ärzte erstaunlich umgänglich und informativ - ich nehme an, er ist wirklich dort gewesen (weiß es nicht genau, aber es macht den Anschein).
Allerdings gibt es neue Probleme: ihr Button ist gestern Abend (!) rausgegangen: das kann schonmal passieren und ist nicht schlimm, wenn gleich ein neuer eingesetzt wird.
Nun waren aber die Damen und Herren Pfleger wieder überfordert weil sie das Button - System nicht kennen und haben erstmal gar nix gemacht.
Als ich heute (gegen 14.oo!!!) zu ihr fuhr, überlegten sie gerade, ihr eine neue PEG legen zu lassen!!!
Es hätte gestern abend 1 Anruf gekostet: wir hätten einen neuen Button gebracht und das Problem wäre gelöst gewesen: jetzt muss das Ding unter Narkose neu gelegt werden!
Muss sowas wirklich sein???
Mann, als ob das Mädel nicht genug leidet!
Sie ist total verkabelt, kriegt kaum Luft und krampft ununterbrochen.
Was immer passiert: ich bin wild entschlossen, den Verantwortlichen massiv gegen das Knie zu treten, eine solche Ballung von Fehlern und unverantwortbaren Verhaltensweisen geht wirklich über alles, was ich je erlebt habe (und das ist nicht wenig, gerade mit H.!!!)
Fuck!

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